Systemische Familien-Aufstellung
Systemische Aufstellungsarbeit zielt darauf ab, versteckte, unbewusste und dynamische familiäre Verstrickungen aufzudecken, und den oftmals damit verbundenen und unbewussten Leidensdruck sichtbar zu machen. Unser Körper ist ein Archiv, indem alle unsere Erfahrungen abgespeichert sind. Die systemische Therapie betrachtet den Menschen als Teil eines komplexen Systems.
Die wertschätzende Selbstbegegnung in der Familienaufstellung ermöglicht es in Einzelsitzungen oder in der Gruppe, tiefe Einblicke in ihre Position, innerhalb ihres eigenen Familiensystems zu reflektieren und auf tieferer Ebene zu verstehen. Die Ausrichtung der systemischen Familienaufstellung richtet sich daher nicht nur um die Betroffenen, sondern auf das gesamte Beziehungsgefüge des persönlichen Umfelds, und deren Interaktion. Ein gesundes System ermutigt eine offene Kommunikation. Beziehungsmuster wie verborgene Sehnsüchte, die eigene Bedürftigkeit, selbstzerstörerische Überlebensstrategien, der Einfluss von Abwehrmechanismen, und Minderwert werden bewusst gemacht. Aufrichitgkeit und ein Maß an Selbstreflexion und Eigenverantwortung tragen dazu bei, das abgespaltene Persönlichkeitsanteile durch die Aufstellungsarbeit, Stück für Stück in das Hier und Jetzt zurückkommen.
Verborgene Informationen, Denkblockaden, die Angst vor der Angst, Schamgefühle, Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühle, bekommen in der Aufstellungsarbeit einen offenen großen Raum gesehen, erkannt, und transformiert zu werden. Aufbauende, motivierende, stärkende Handlungsmöglichkeiten und Ressourcen bekommen eine neue Dynamik. Das Ziel ist es die neugewonnenen Erkenntnisse im Familiensystem und täglichen Leben bewusst und konstruktiv, um zu setzen.
Sie entscheiden, welches Thema Sie in der Aufstellung betrachten, klären und bearbeiten werden. Bei psychischer Belastung ist es sinnvoll, frühzeitig Unterstützung aufzusuchen. Diese kann Sie vor unnötigem Leiden bewahren. Die systemische Aufstellungsarbeit ermöglicht es neben dem klassischen Familienstellen, die sogenannte ganzheitliche Anliegenmethode anzuwenden. Dazu können zum Beispiel Konflikte am Arbeitsplatz, in Beziehung und Freundschaften, traumatische Erinnerungen, immer wiederkehrende Selbstzweifel in Form von negativen Gedankenformen in einer sogenannten Selbstbegegnung aufgestellt, reflektiert und bewusst gewandelt werden.
